Saxicola rubicola
(Schwarzkehlchen)
Männliches Schwarzkehlchen
(© R.Roessner)
Rückenansicht eines männlichen Schwarzkehlchens
(© R.Roessner)
Männliches Schwarzkehlchen
(© R.Roessner)
Weibliches Schwarzkehlchen
(© R.Roessner)
Weibliches Schwarzkehlchen
(© R.Roessner)
Überregionale Verbreitung
Neben einem afrikanischen Vorkommen südlich der Sahara ist das Schwarzkehlchen vom Maghreb über die mediterrane und gemäßigte Zone Europas verbreitet. Ab dem östlichen M-Europa bis zum Ural besteht dagegen eine Verbreitungslücke (BEZZEL 1993). Östlich davon über ein großes Areal bis zum Pazifik, Korea und Japan verbreitet, vom Tiefland bis in meist nur mittlere Lagen vorkommend. Der europäische Bestand wird grob auf 1 - 2 Mio. BP geschätzt und als mäßig abnehmend eingestuft (HAGEMEIJER & BLAIR 1997). Für Rheinland-Pfalz (Verbreitung siehe SIMON 1979 b, NIEHUIS et al. 1983) gibt SIMON (1984, zit. in GLUTZ & BAUER 1988) den Bestand während des Zeitraums von 1980 - 1985 mit höchstens 620 - 690 BP an.
Regionale Verbreitung
Rund 650 Meldungen seit 2010 aus Rheinland-Pfalz belegen, dass das Schwarzkehlchen ein regelmäßiger Brut-und Sommervogel in geeigneten Lebensräumen des Landes ist. Die Brutvögel verlassen Rheinland-Pfalz im Winter.
Lebensraum
Die Art zeigt eine Habitatbindung an Offenland mit niedriger, geschlossener Vegetation und solitär stehenden Sträuchern, Stauden oder Pfählen als Warten. Landschaften mit einem hohen Anteil an extensiv bewirtschaftetem Grünland oder auch Ruderalflächen werden bevorzugt besiedelt. In der Südpfalz häufiger in feuchten Wiesentälern mit lockeren Hochstauden- und schütteren Röhricht- Beständen.
Fortpflanzung
Das Nest wird, durch die Vegetation geschützt, meist in einer kleinen Bodenvertiefung aus trockenen Gräsern oder Wurzelfasern gebaut. Zwischen Ende März und Anfang April werden 3 - 6 Eier gelegt. Brut- und Nestlingsdauer je ca. 14 Tage. Zwei Jahresbruten.
Nahrung
Überwiegend Insekten wie Käfer, Fliegen und Mücken sowie verschiedene Blütenwanzenarten, Spinnentiere, Asseln, kleine Würmer und Schnecken.
Verhalten
Tag- und dämmerungsaktiv. Nachtzieher. Auf Warte sitzend ähnlich wie das Braunkehlchen, nach der Landung auch erregtes Flügelzucken mit Präsentieren der weißen Signalspiegel auf den Schwingen. Flug meist niedrig. Flugjagd nach Insekten von einer Warte aus bis 30 m hoch (GLUTZ & BAUER 1988). Territorialverhalten. Gesang meist auf einer Warte sowie auch in einem steil ansteigenden Singflug.
Schutzmaßnahmen
Erst in jüngster Zeit nimmt der Schwarzkehlchenbestand durch günstigeres Klima und lokale Habitatverbesserungen wieder zu. Daher sollten unterstützend Extensivierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Gefährdung
Gebietsweises Erlöschen von Populationen überwiegend wegen Lebensraumverlust durch die Nutzungsintensivierung von Grünland (BAUER & BERTHOLD 1997) einerseits sowie durch Verwaldung von Ackerflur und Brachland andererseits.
Gesetzlicher Schutz und Gefährdungseinstufung
Informationen über den Gefährdungsstatus bei
ARTeFAKT.
Meldungen dieser Art in Deutschland und angrenzenden Gebieten
Artenportrait bei
nabu-naturgucker.de.
Verwechslungsgefahr
Männliches Braunkehlchen
(© R.Roessner)
Verwechslungen mit dem Braunkehlchen möglich, welche allerdings immer einen hellen Augenstreif aufweisen.
Häufigkeit der Meldungen im Jahreslauf
Die meisten Brutvögel erreichen uns Anfang März, die letzten verlassen Rheinland-Pfalz im Oktober. Im südlichen Rheinland-Pfalz (Bienwald, Viehstrich) gab es in den letzten Jahren vereinzelte Überwinterungsversuche.
Verteilung der
ArtenFinder Meldungen prozentual über das Jahr
(je 3 Tage zusammengefasst).
Grundlage: Freigegebene Meldungen aus ArtenFinder
(Rheinland-Pfalz und andere Bundesländer).
Häufigkeit der Meldungen im Jahresverlauf
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Ausgewerteter Zeitraum: Gesamtjahre 2006 bis 2024
Art: Schwarzkehlchen, Saxicola rubicola
Die meisten Brutvögel erreichen uns Anfang März, die letzten verlassen Rheinland-Pfalz im Oktober. Im südlichen Rheinland-Pfalz (Bienwald, Viehstrich) gab es in den letzten Jahren vereinzelte Überwinterungsversuche.
ArtenFinder-Meldekarte